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Wetterdynamik

Am nächsten morgen ist das Wetter-scheiße. Sorry. Es stürmt und immer wieder wehen Schauer durch die Bucht. In dieserebenjenenwelchen sind Surfer. Eh klar. Meiomei, sind das Naturburschen (ich meine damit wertungsgleich beide Geschlechter, kenne aber gerade keinen passenden Begriff. Naturbursch:innen hört sich für mich irgendwie schräg an)

Das muß doch trotz Neopren arschkalt sein! Und die stehen da ja auch nur rum auf dem Brett...

Zwei der drei Surfer sind Foilsurfer, d.h. Sie haben unter dem Brett eine Verlängerung mit einer kleineren Gleitzone. Wenn der Wind ausreicht, hebt es das eigentliche Brett aus dem Wasser und sie gleiten in einem Meter Höhe nur noch auf dem kleinen Brett.

Habe ich das jetzt richtig erklärt?


Wunder der Physik

...aber es funktioniert! Die Jungs haben Spaß

So wären die Wikinger schneller in Lindisfarne gewesen, hätten aber auch nur weniger mitnehmen können


Muss was mit Strömungswiderstand zu tun haben, sieht aber sehr spaßig aus!

Ich habe bei Google Maps zwei Halbinselumrundungen herausgesucht, auf so Nebenstrecken sieht man eigentlich immer Interessantes.

Durch richtiges Mistwetter fahren wir zu der ersten, Richtung Osten gelegenen Bucht. Und wie man es sich theoretisch herleiten könnte, ist es hier windstill und es regnet nicht. Was ist passiert? Richtig, das fast immer von Westen kommende Wetter mit Schauern und Wind wird von den Bergen aufgefangen und dahinter ist es dann vergleichsweise schön. Wir spazifizieren am Strand entlang, die Hunde und uns freut´s.


Playa tropical. Ohne Wind.

Kelpstengel. Tut´s zur Not als Stockersatz für die Hunde


Ich spähe mit dem Teleobjektiv das Meer ab. Ich schaue generell immer sehr sehr gerne aufs Meer. Ich habe da auch Talent! Ich kann das mehrere Stunden machen, ohne dass es mich langweilt. Und ich bin sehr gut darin!

Sehr weit draußen sehe ich immer wieder Wasser aufspritzen. Ich erkenne kreisende Vögel, die sich plötzlich zu einem Pfeil formen und mit Granatengeschwindigkeit ins Wasser schießen. Ich kenne das aus Natursendungen von Baßtölpeln, die so z.B. Heringe jagen und bis zu 20 Meter tief tauchen, sie fliegen quasi unter Wasser weiter.


links außen: BATSCH!

Man sieht gut die schwarzen Flügelspitzen


Hier als Beispiel ein Baßtölpel aus Island, 2016

Wie hübsch!

Da isser im Sturzflug

Kreis: Schwarze Flügelspitzen, Pfeil Geier äh Baßstölpel Sturzflug


In der Vegrößerung später auf dem Rechner kann ich tatsächlich anhand des weißen Körpers und der schwarzen Flügelspitzen die Vögel als Baßtölpel identifizieren. Oh wie schön!, Die haben wir bis dato nur in Island gesehen, auf einem Felsen brütend. Meine Hoffnung ist, dass ich zwischen den Vögeln irgendwelche Finnen, also Rückenflossen, nicht die schweigsamen Nachbarn der Schweden, sehe, dem ist aber nicht so. Oft nämlich sind auch Orcas, Delfine oder sogar Buckelwale auch bei solchen Jagden anwesend. Der Hering ernährt ganz viele Tiere im Meer.

Ich freue mich trotzdem, auch wenn das ganze so weit weg ist und kaum sinnvoll mit der Kamera festzuhalten.

Eine Rotte Sandregenpfeifer fliegt vorbei, bald ziehen sie wohl in den Süden.


Sandregenpfeifer


Die zweite Halbinselumrundung wird gebremst durch einen Privatweg, es geht also nicht weiter. Dafür sehen wir noch einige Seeadler, was für erhabene, ruhig dahingleitende Schönheiten. Man erkennt sie wirklich nicht nur anhand ihrer Größe sondern auch durch ihre elegante, ruhige Flugweise.


Havørn, der Seeadler


Zurück an der Hütte beobachten wir noch eine Möwe, die auch im Sturzflug in die Bucht taucht und einen Seestern hervorholt, den sie dann genüsslich verspeist. An Guadn!


Jagderfolg. Na gut, so schnell ist so´n Stern auch nicht

Beute sichern

Diese Möwe heißt Mercedes, denn sie hat vorne einen Stern.

Der Daimler unter den Möwen

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